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Museum der Stadtgeschichte „Friedlander Tor“

Museum der Stadtgeschichte „Friedlander Tor“


Adresse

Kaliningrad

Kaliningrad, Dzerzhinskogo, 30

Konrakt

+7 (4012) 64 40 20

fvmuseum@klgd.ru

Museum der Stadtgeschichte „Friedlander Tor“
Museum der Stadtgeschichte „Friedlander Tor“ befindet sich in der gleichnamigen Festungsanlage - einem Baudenkmal aus dem 19. Jahrhundert. Der Name des Tors ist mit der Stadt Friedland, der heutigen Pravdinsk, verbunden. Das erste Friedlander Tor wurde im 17. Jahrhundert erbaut, lag aber an einem anderen Ort. Das Friedlander Tor schloss den Bau der zweiten Wallbefestigung ab. Bei der Errichtung wurden die bisherigen Erfahrungen berücksichtigt. Das genaue Baudatum ist unbekannt, ungefähr um 1857–1862. Es ist auch nicht bekannt, wer sein Architekt war. Man vermutet, es war Friedrich Stüler. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlor das veraltete Tor seine militärische Bedeutung und wurde samt der zweiten Umleitung vom Kriegsministerium an die Stadt verkauft. Dann wurde der Verkehr dadurch eingestellt, da ein Teil der überflüssigen Verteidigungsmauer dem Erdboden gleichgemacht wurde und die Straße nach Friedland (jetzt Dzerzhinsky-Straße) nun abseits des Tors vorbeiging. Nach dem Krieg stand das Tor lange Zeit leer. Dann befand sich dort ein Lagerhaus. In den späten achtziger Jahren wurden im Südpark Arbeiten durchgeführt, um das Gelände aufzuräumen und zahlreiche Parkteiche zu sanieren. Im Zuge dieser Arbeiten wurden viele alte Gegenstände gefunden. Auf der Grundlage der im Park gefundenen Gegenstände wurde bald ein Museum am Tor eingerichtet. Die Ausstellung „Königsberg der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ läßt uns das Alltagsleben der Bürger vorstellen und die Ausstellung „Zivilisation beginnt mit einem  Abwassersystem“ erzählt die Geschichte der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von der Antike bis in die Gegenwart. Baubeschreibung von Baldur Köster (übersetzt von Alexey Shabunin): Das Friedlander Tor hat im Vergleich zu dem zuvor gebauten Tor zwei Durchgänge mit einer Breite von 4,39 m (und einer Bogenhöhe von 4,24 m). Es ist anzunehmen, dass in der Vergangenheit (am Beispiel anderer Tore) festgestellt wurde, dass nur eine Tordurchfahrt mit ständig zunehmendem Verkehr eine Ursache für die Staubildung ist. Wenn Sie vom zweiten Durchgang absehen, ist die Bauweise allen zuvor beschriebenen Toren sehr ähnlich. Bei der Gestaltung standen vor den Architekten zwei schwierige Fragen: Im Falle des Rossgartentors ermöglichte die an der Stadtseite angelegte Mauer den Eindruck einer höheren Passage, die ihnen ein eleganteres Aussehen verlieh. Aber am Friedlander Tor fehlt diese Mauer und Passagen kommen so vor, wie sie durch die Form des Gewölbes bestimmt werden. Das zweite Konstruktionsproblem war das Fehlen des Mittelteils. Normalerweise befindet sich im Gebäude in der Mittel ein Fenster oder ein Tor. Wenn diese Öffnung durch die Vergrößerung oder Verschönerung hervorgehoben wird, ist das Designproblem grundsätzlich gelöst. Wenn jedoch in der Mitte, wie in diesem Fall, zwei absolut gleich große Öffnungen angeordnet werden müssen, ist es sehr schwierig, die Mitte zu betonen. Trotzdem wurde hier ein Versuch unternommen. Zu diesem Zweck wurde der Verstärkungspfeiler der Stützsäule einfach nach weggelassen, und beide Öffnungen wurden in einem großen Bereich konzentriert, der als die Mitte angesehen wurde. Oberhalb der Öffnungen wurde jedoch vom Konzept abgewichen: Wenn es an der Unterseite des Verstärkungspfeilers keine Stützsäule gibt, so wurde er oben durch eine andere Konsole wieder eingeführt. Hier wurde sogar eine Nische geschaffen, in der eine Skulptur platziert wurde. 2017 feiert das Friedlander Tor sein 155-jähriges Bestehen und die Museumsanlage "Das Friedlander Tor" feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Während seiner Geschichte war das Friedlander Tor Teil der Festungsanlage Königsbergs aus dem 19. Jahrhundert. Die Straße nach Friedland (Pravdinsk, Region Kaliningrad) führte durch das Tor. Vor dem Ersten Weltkrieg war es möglich, in die Stadt durch das Tor zu kommen oder sie zu verlassen. Seit 1920 wurde es zum Eingangstor des Südparks. In den 1950er / 1960er Jahren wurden seine Räumlichkeiten als Gemüselager benutzt. Im Jahr 2002 begann das Museum im Friedlander Tor als Parkabteilung seine Tätigkeit. Und 2008 erhielt das Museum den Status einer unabhängigen Kulturinstitution. Aufgrund der interessanten, multikulturellen Geschichte der Stadt, die seit etwa acht Jahrhunderten aktiv lebt, präsentierte das Museum Ausstellungen, die Ereignisse von der Zeit des Deutschen Ordens (1255) bis zur Periode der ersten Umsiedler des Kaliningrader Gebiets nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. In jeder Halle werden unterschiedliche Techniken und Methoden zum Aufbau der Austellung angewendet. Die mit Hilfe von Kunst und Multimedia erstellten Räumlichkeiten, Exponatsammlungen ermöglichen es Ihnen, sich in das Leben der Stadt mit der entwickelten Infrastruktur zu verschiedenen Zeiten einzutauchen. Die Museumsanlage Friedlander Tor konzentriert sich auf innovative Museumspraktiken, erweitert die Ausstellungsaktivitäten und entwickelt aktiv die Richtung der Museumspädagogik mit der Verwendung von interaktiven Programmen. Heute entwickelt sich das Museum aktiv und beteiligt sich weiterhin an Wettbewerbsprogrammen zur Umsetzung aktueller Projekte von kultureller und sozialer Bedeutung.
Öffnungszeiten: September - April 10.00 - 18.00 Uhr; Mai - August 10.00 - 19.00 Uhr, sieben Tage die Woche. Am ersten Freitag des Monats ist das Museum für hygienische Kontrolle geschlossen.
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