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Bernsteinmuseum

Bernsteinmuseum

Adresse

Kaliningrad

Kaliningrad, Vasilevskogo sq., 1

Konrakt

+7 (4012) 46 68 88

office@ambermuseum.ru

Bernsteinmuseum

Stockwerken des Gebäudes mit einer Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmetern. Nach dem Inhalt ist es in naturwissenschaftliche, kulturelle und historische Abteilungen unterteilt. Bernstein ist ein versteinertes Harz aus alten Nadelbäumen, die vor über 40 Millionen Jahren auf dem gegenwärtigen Gebiet der skandinavischen Halbinsel und den angrenzenden Gebieten der Ostsee wuchsen. In der naturwissenschaftlichen Abteilung der Sammlung werden Bernsteine mit unterschiedlichem Gewicht, Farbe und Transparenzgrad präsentiert. Die Ausstellung verfügt über größten "Sonnenstein" in Russland: Sein Gewicht beträgt 4 kg 280 g. Ein bedeutender Teil der Sammlung besteht aus Bernsteinen mit Einschlüssen von Tier- und Pflanzenresten, die vor Millionen von Jahren in einem einst flüssigen und viskosen Harz eingeschlossen waren. Einschlüsse in baltischem Bernstein sind aufgrund ihrer Vielfalt und hervorragenden Konservierung von großem wissenschaftlichen Interesse. Sie sind deshalb wertvoll, weil sie unser Wissen über Flora und Fauna sowie die klimatischen Bedingungen auf der Erde vor 40 bis 45 Millionen Jahren verbessern können. Heutzutage ist die Sammlung des Kaliningrader Bernsteinmuseums der wichtigste Nationalfonds Russlands in Bezug auf Einschlüsse im Baltischen Bernstein. In der kulturhistorischen Abteilung werden Schmuck und Alltagsgegenstände aus Bernstein von der Jungsteinzeit (IV - II. Jahrtausend v. Chr.) bis in unsere Tage gesammelt. Das Bernsteinmuseum enthält Artefakte, die im Gebiet der Region Kaliningrad bei Ausgrabungen von Monumenten aus dem II-V. Jahrhundert n. Chr. - der Zeit intensiver Handelskontakte mit dem Römischen Reich - entdeckt wurden. In den Siedlungen dieser Zeit gibt es eine große Menge unverarbeiteten Bernsteins, was zum Verkauf bestimmt war, und in den Bestattungen werden neben teuren Schmucksachen oft ein oder zwei Bernsteinperlen gefunden, die offensichtlich sakrale Bedeutung hatten. Die verlorengegangenen Bernsteinerzeugnisse des 16. Jahrhunderts werden durch wissenschaftliche Nachbildungen repräsentiert, die von Kaliningrader Künstlern und Spezialisten aus der Restaurierungswerkstatt des staatlichen Museums und Naturschutzgebietes „Zarendorf“ ausgeführt sind. Von besonderem Wert sind die einzigartigen Werke europäischer Meister des 17. Jahrhunderts, die 1978 von der Rüstkammer des Moskauer Kreml dem Museum geschenkt wurden. Sie werden durch moderne Kopien antiker Bernsteingegenstände, nachgebildete Fragmente des berühmten Bernsteinzimmers, das  während des Zweiten Weltkriegs verlorengegangen war, und Originalerzeugnisse des XIX. Jh. - Anfang des 20. Jh. - von russischen und europäischen Meistern ergänzt. 

Eine abgesonderte Ausstellungsanlage ist der Königsberger Bernstein-Manufaktur gewidmet, die von 1926 bis 1945 betrieben wurde. Seit 1947 hat das Kaliningrader Bernsteinwerk seine Tätigkeit aufgenommen - das einzige Unternehmen der Welt mit einem abgeschlossenen Zyklus von der Bernsteingewinnung bis hin zur Verarbeitung. Muster der Serien- und Autorenprodukte von 1950 – bis 2000 sind in den Ausstellungshallen zu sehen. In der Dauerausstellung „Bernsteinhaus “, die 2013 vom Präsidenten E.Y. Tatuzov von der St. Petersburger „Stiftung für die Entwicklung gemeinnütziger Projekte“ dem Museum geschenkt wurde, sind Werke moderner Meister aus Kaliningrad und St. Petersburg präsentiert, darunter das Werk eines herausragenden Künstlers und Restaurators der höchsten Kategorie, Alexander Zhuravlev (1943–2009), darunter das weltweit größte Bernsteinmosaik „Russland“. Dieser Autor führte die Rekonstruktion des berühmten Bernsteinzimmers des Katharinenpalastes des Staatlichen Museums und Naturschutzgebietes „Zarendorf“ 16 Jahre lang aus. Ein großer Teil der Ausstellung sind auch zeitgenössische Künstler aus Russland, Deutschland, Dänemark, Italien, Lettland, Litauen, Polen, USA, Frankreich, Japan. Darunter gibt es Schmucksachen, Skulpturen und Innenraumobjekte. Das Museum ist heute einer der hervorragenden kulturellen Orte der Stadt. Seine Sammlung umfasst etwa 16.000 Gegenstände. Mehr als 200 Tausend Menschen besuchen jährlich das Museum, 1200 Führungen werden durchgeführt, mehr als 30 Ausstellungen und Projekte werden organisiert. Eine der wichtigsten Aktivitäten des Museums ist seit 2004 die Organisation und Durchführung der internationalen Biennale für Bernsteinerzeugnisse "Alatyr" (alte russische Bezeichnung für Sonnenstein) und seit 2012 die Organisation und Durchführung des Allrussischen Wettbewerbs für Schmuckkunst. Das Museum ist an verlegerischen Tätigkeiten aktiv beteiligt. In den letzten elf Jahren wurden mehr als 40 Bücher veröffentlicht. Alle Ausgaben werden ins Englische übersetzt. Das Museum verfügt über eine Bibliothek und ein Kommunikationszentrum. 

Exkursionen, Aktivitäten für Eltern mit Kindern, Museumsunterricht für Schüler, Vorträge, Meisterkurse und kreative Treffen mit Künstlern – all das steht zur Verfügung. Im Erdgeschoss des Museums befindet sich eine Souvenirabteilung, in der Sie Bernsteinerzeugnisse von Meistern und Herstellungsbetrieben aus Kaliningrad sowie Drucksachen über das Bernsteinmuseum und die Region Kaliningrad erwerben können. Im Museum ist auch der Zugang für behinderte Menschen gewährleistet. Für Rollstuhlfahrer ist eine Hebebühne vorgesehen, die sie in die erste Etage des Gebäudes bringt. Der Aufzug wurde unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten des Museums entworfen und im Schacht der zentralen Treppe installiert. Türen sind mit Schwellenrampen ausgestattet. Für den Abstieg in das Untergeschoß wird eine Treppe mit integriertem Sitz (mit Hebeanzeige) verwendet. Um den Auf- und Abstieg mit dem Rollstuhl in der Umgebung des Museums zu erleichtern, kann eine mobile Teleskoprampe verwendet werden. Um den Schwerhörigen zu helfen, ist auch spezielle Ausrüstung da. Induktionssysteme werden an der Kasse und in der Garderobe installiert und in Führungen eingesetzt. 

Das Sonderprojekt „Museum im Zauberbuch“, das dank Zuschüssen des Präsidenten der Russischen Föderation umgesetzt wurde, ermöglicht es, dreidimensionale virtuelle Kopien von dreißig einzigartigen Ausstellungsgegenständen an Orten außerhalb des Regionalzentrums, einschließlich Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen für Kinder, in den Ausstellungen und Präsentationen zu zeigen. Gemäß dem Gesetz des Kaliningrader Gebiets vom 26. Dezember 2012 Nr. 194 "Über kostenlose Rechtshilfe im Kaliningrader Gebiet" bietet das "Bernsteinmuseum" im Rahmen seiner Befugnisse kostenlose Rechtshilfe an.

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