Forts und Bastionen

Dohnaturm

Der Dohnaturm befindet sich in Kaliningrad, gelegen am Ostufer des Obersees, am Roßgärter Tor.

Der Turm wurde 1853 gebaut. Es war das Projekt des Ingenieur-Kapitäns Irfugelbrecht und des Ingenieur-Leutnants von Heil. Der Turm ist nach Karl Friedrich Emil zu Dohna-Schlobitten (1784-1859) benannt. Der Turm ist ein Ring mit einem Durchmesser von 34 m und einer Höhe von 12 m; im inneren gab es ein Innenhof sowie drei Stockwerke, darunter ein Untergeschoss. Fortifikationsbauten Königsberg hatten nur zwei ähnliche Türme aufgrund der hohen Baukosten: diese sind Dohnaturm und Wrangelturm (mit dem Oberteich bildeten der Wrangelturm und der Dohnaturm den Hauptteil der Befestigung). Auch der Turm verteidigte das nahe gelegene Roßgärter Tor. 

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg verlor der Turm durch die Entwicklung der Militärtechnologie seine einstige Bedeutung für die Verteidigung der Stadt und wurde von der Stadtverwaltung gekauft. Einige Elemente der Fortifikationsbauten wurden liquidiert. Dohnaturm und das angrenzende Rossgärter Tor wurden dem breiten Publikum zur Besichtigung freigegeben und wurden Teil der Erholungszone am Obersee. Aber im zweiten Weltkrieg wurden die beiden Türme wieder zu Militärobjekten umgebaut. 

Bei dem Angriff auf Königsberg im April 1945 war der Dohnaturm eine der Verteidigungsstützpunkt und das letzte Zentrum der Stadtverteidigung. Am 9 April 1945 blockierten die sowjetischen Truppen den Turm, aber Ihre Garnison weigerte sich aufzugeben. Sogar Schießen im direkten Richten halfen nicht; Schalen fügten den Mauern aus Brandziegel einen leichten Schaden zu. In den meisten Fällen wurden die Mauern nur zu einem Drittel durchbohrt. Erst nach der Unterzeichnung des Kommandanten der Stadt Otto von Lasch die Kapitulation von Königsberg wurde der weitere Widerstand sinnlos und Bastion gab auf. Am 10 April 1945 wurde das Rote Banner auf dem Turm gehisst. 

Nach dem Krieg wurde der Turm als Hauswirtschaftsraum genutzt und beherbergte bis 1969 einen Lagerkomplex der Militärorganisation. Dohnaturm steht seit 1974 unter staatlichem Schutz und ist heute ein Kulturerbe des Kaliningrader Gebiets von föderaler Bedeutung. 

Heute ist es eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Kaliningrad nicht nur wegen seiner Schönheit und Geschichte, sondern auch wegen des einzigen russischen Bernsteinmuseums im Turm seit 1979 [http://visit-kaliningrad.ru/entertainment/museums/ambermuseum]. Ein ähnliches Museum gibt es nur in Litauen. Bernstein ist eine “Visitenkarte” der Oblast Kaliningrad. Daher wird allen Gästen von Kaliningrad empfohlen das Museum zu besuchen und die beeindruckende Sammlung von „Sonnenstein“ in seiner ganzen Vielfalt zu sehen: als Material von Kunstwerken des XVII-XIX Jahrhunderts und unserer Zeit, oder als ein Naturwunder mit darin eingefrorenen Insekten, Pflanzen und Muscheln, der vor Millionen von Jahren entstanden sind. Auch im Museum gibt es das weltweite zweitgrößte Bernsteinstück mit einem Gewicht von mehr als 4 Kilogramm und eine Ausstellung über die Entstehungsgeschichte und die Methoden der Gewinnung von kostbarem versteinertem Harz. An dem Mauern des Turms gibt es einen kleinen Markt. Dort können Sie autentische Bernsteinsouvenirs kaufen.


Adresse

Kaliningrad

Kaliningrad, Marschalla Wassilewskogo Platz, 1

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